
Von lähmender Bürokratie zu EU Inc - warum sich Europas Gründungslandschaft ändert
Peter Steinberger kritisiert Europas Gründungsbürokratie. Aber 2026 ändert sich etwas: FlexCo macht Mitarbeiterbeteiligung einfacher, EU Inc steht vor der Tür.
Warum Europas Gründungslandschaft sich ändert
Peter Steinberger, Gründer von PSPDFKit und kürzlich bei OpenAI angekommen, hat einen Tweet abgesetzt, der in der europäischen Tech-Szene für Aufsehen sorgt. Er vergleicht die enthusiastische Gründerkultur in den USA mit der bürokratischen Realität in Europa - und die Worte sind deutlich: REGULIERUNG und VERANTWORTUNG werden ihm hier entgegengeschrien, während in Amerika Begeisterung herrscht.
Die Kritik trifft einen wunden Punkt. Wer in Europa ein Unternehmen aufbauen will, kämpft tatsächlich mit Themen wie Investitionsschutzgesetz, Mitarbeiterbeteiligung und Arbeitsregulierungen. Steinberger nennt es lähmend. Viele Gründer:innen würden zustimmen.
Aber es gibt einen Haken: Die Dinge ändern sich. Und sie ändern sich gerade jetzt - 2026 - schneller als viele bemerken.
Die FlexCo: Ein erster Schritt aus der Lähmung
Die Flexible Kapitalgesellschaft (FlexCo) ist seit 2024 in Österreich verfügbar - und sie adressiert genau die Punkte, die Steinberger kritisiert. Die Mitarbeiterbeteiligung, die in den USA seit Jahrzehnten Standard ist und in Europa ein juristischer Albtraum war, wird durch die FlexCo endlich praktikabel.
Über sogenannte Unternehmenswert-Anteile können Mitarbeiter:innen am Erfolg beteiligt werden, ohne dass komplizierte gesellschaftsrechtliche Konstrukte nötig sind. Das ist kein Pflaster auf einem gebrochenen System - das ist ein neues System.
EU Inc: Die 28. Rechtsform kommt
Die wirklich große Nachricht kam im Januar 2026 von Ursula von der Leyen auf dem World Economic Forum in Davos: EU Inc ist in Arbeit. Die 28. Rechtsform soll europäische Gründungen revolutionieren.
Was EU Inc verspricht: Gründung in 48 Stunden, online, mit einem Mindestkapital von nur einem Euro - und ohne Notar. Das ist keine kleine Anpassung. Das ist ein radikaler Bruch mit der bürokratischen Tradition, die Gründer wie Steinberger zur Verzweiflung treibt.
Die Legislative soll noch im ersten Quartal 2026 vorgelegt werden.
Fazit
Steinbergers Frust ist verständlich. Aber die FlexCo ist da, EU Inc kommt, und die politische Stimmung hat sich gedreht.
Wer jetzt gründet, baut auf einem sich bewegenden Fundament. Das ist unbequem. Aber es ist auch eine Chance.
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